Es gibt viele Missverständisse über Yoga. Für einige ist Yoga eine "Edelgymnastik", für andere ein indisches Philosophiesystem. Wieder andere sehen Yoga als Medizin oder als "mystisches Ding". Yoga kann weder als Wunder, als Sport- oder Wellnessmittel noch als theoretische Philosophie oder Medizin betrachtet werden.
Der Grund, weshalb Yoga an diesen Begriffen fest gemacht wird, liegt in der Fülle so vieler unterschiedlicher Informationsquellen, aus denen wir die unterschiedlichsten Inhalte aufnehmen und uns dann unser Bild zusammensetzen, wie und was Yoga zu sein hat.
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Grundprinzipien
des Yoga
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Vom Grundgedanken her ist Yoga zweierlei, der Weg und auch das Ziel.
Das Ziel des Yoga ist es Harmonie, Gleichgewicht und Integration aller Ebenen der menschlichen Persönlichkeit zu erreichen. Das heißt alle Aspekte der Persönlichkeit wie Körper, Seele, Geist, Intellekt, sozialer und spiritueller Aspekt stehen in optimaler Wechselbeziehung zueinander. Jeder Aspekt hat seinen ihm eigenen Platz in der Persönlichkeit und "arbeitet" in der rechten Weise. Dabei darf kein Aspekt fehlen, sonst ist Harmonie, Gleichgewicht und Integration nicht möglich.
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Yoga
als Weg
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Es gibt viele Yogawege, um das hohe Ziel des Yoga zu erreichen. Immer aber geht es darum die Bewegungen des Geistes zur Ruhe zu bringen.
Die verschiedenen Schulen benutzen unterschiedliche Yogawege, wobei sich einige direkt auf den Geist konzentrieren und andere über den Körper den Geist zu erreichen suchen.
Oft ist es leichter den Zugang zum Geist über den Körper zu schaffen. Dies ist auch der Grund, warum ich in meinen Kursen und Seminaren großen Wert auf die Körperarbeit lege. Das Wesen meiner Anleitung ist es, die Aufmerksamkeit ganz nach innen zu führen und sich ganz und gar auf den Körper im hier und jetzt zu konzentrieren. Die Teilnehmer/innen haben die Möglichkeit Erfahrungen mit sich selbst zu machen, die Sprache des Körpers verstehen und akzeptieren zu lernen.
Auf der Grundlage der Asanapraxis (Praxis von yogischen Körperhaltungen) wird dann die Atemtechnik aufgebaut (Pranayama), um durch die Meditation (kontinuierlicher Versenkungsprozess) erweitert zu werden.
Die Meditation ist sicherlich die höchste Form der Yogapraxis, doch alle Yogaübungen, egal ob Asanas, Pranayama, Kriyas (Reinigungsübungen) oder Meditationen, ergänzen einander, und jede Übung trägt, auf die rechte Art praktiziert, dazu bei, alle Aspekte der Persönlichkeit zu integrieren und Harmonie und Gleichgewicht zu erreichen.
Website von Brigitte Noll *Impressum